Chronik

  

 

 


 

 

Nichts ist beständiger als der Wandel !

So hat sich auch in unserem Verein seit seiner Gründung vor über 110 Jahren Vieles verändert.

Aufbauend auf der von Heinrich Steinkemper im Jahr 1989 erstellten Vereinschronik und deren Fortschreibung anhand von Protokollen der Mitgliederversammlungen, haben wir hier die wichtigsten Punkte in unserer Vereinsgeschichte zusammengefasst. 

 Die Chronik wurde nach bestem Wissen zusammengestellt und ist leider an  einigen Stellen  noch unvollständig.

Falls Sie Änderungswünsche haben oder in Besitz von Informationen oder Fotos über unserem Verein sind, lassen Sie uns bitte eine entsprechende Nachricht zukommen.

Die in dieser Chronik enthaltenen Videos lassen sich nur über Internetbrowser wiedergeben, die den HTML5 Standard unterstützen.

 

Vereinsgründung

Achtzehn  musikbegeisterte Männer gründeten 1904 im Gasthaus Eduard Reineke den "Musikverein Harmonie zu Brenken" als eigenständigen Verein. In der Generalversammlung im Folgejahr wurden die seit langem vorbereiteten Statuten verabschiedet.

Unterzeichner: Georg Flottmeyer, Brechtelt, Konrad Kemper, Anton Vollmer, Joseph Stember, Carl Reinecke, Heinrich Steinkemper, Joseph Tanger, Heinrich Wagener, Heinrich Danne, Johannes Kemper, Clemens Meier, August Kamp, Johannes Ridder, Franz Kleine, Wilhelm Meier, Theodor Kappel, Bernhard Flottmeier

  

1904 - 1929

Aktive Musiker 1904/05
Unterer Reihe von links:  Anton Vollmer, Konrad Kemper, Josef Stember, Georg Flottmeyer, Heinrich Steinkemper, Karl Reineke, Theodor Kappel
Obere Reihe von links: Johannes Kemper, Ferdinand Kleine, Clemens Meier, Josef Tanger, Bernhard Flottmeyer.

Als Übungsleiter konnte der ehemalige Militärmusiker Brechtelt aus Büren gewonnen werden, der jedoch bereits 1905 durch, den ehemaligen Tambourmajor des Infanterie Regiment 98 in Metz, Georg Flottmeyer, in der musikalischen Leitung abgelöst wurde.

Musikalisch trat der Verein durch sein Spiel bei Hochzeiten, Geburtstagen, Ausmärschen sowie bei Konzerten in Erscheinung. Um die Einkünfte aufzubessern veranstalteten die Musiker auch eigene Konzerte. So zum Beispiel erstmalig überliefert, ein Konzert am 7 Februar. 1910 von 4 Uhr nachmittags bis 11 Uhr abends.

Bei den jährlich stattfindenden Generalversammlungen blieben der Ablauf und die abzustimmenden Punkte über viele Jahre hinweg gleich.

Vorstandswahlen
Der komplette Vorstand wurde immer für ein Jahr gewählt. Den Vorstandsvorsitz übernahm 1904 Georg Flottmeyer. 1927 wechselte der Vorsitz zu Johannes Kemper.

Eintrittsgeld in den Verein
Das Eintrittsgeld für neue Mitglieder betrug 3 RM. Die neuen Mitglieder mussten sich verpflichten mindesten 5 Jahre aktives Mitglied zu sein und 2 Jahre davon unentgeltlich bei den Auftritten mitzuspielen. 1926 wurde das Eintrittsgeld auf 2 RM gesenkt.

Mitgliedsbeiträge
Zu Begin wurde der Mitgliedsbeitrag für alle Mitglieder auf monatlich 1 RM festgesetzt. Der Beitrag wurde auf 50 Dpf reduziert, wenn ein eigenes Instrument vorhanden ist. 1935 beschloss die Generalversammlung, dass der 1. Vorsitzende keinen Mitgliedsbeitrag mehr zahlen musste.

Probentermine
Proben wurden zunächst Sonntags von 4 - 7 Uhr nachmittags im Vereinszimmer durchgeführt. 1924 wurde bestimmt, dass die Proben Sonntags von 4 - 6 Uhr nachmittags stattfinden sollten.

Strafen bei Versäumnissen
Es zeichneten sich Ermüdungserscheinungen bei den Proben und Auftritten ab, denen man Einführung von Strafgeldern entgegentrat. So wurde ab 1910 festgelegt:
· 10 Dpf bei versäumter Übungsstunde
· Fehlen: 50 Dpf
· Tanzen während der zu leistenden Musik wurde gänzlich untersagt die Mindeststrafe hierfür betrug 3 RM

Der Bußgeldkatalog variierte im Lauf der Zeit je nach Handlungsbedarf und entsprechend der allgemeinen wirtschaftlichen Lage.

Proben- / Vereinszimmer
Die Lokalität für die Proben wurde jährlich neu bestimmt und wechselte des Öfteren. Begonnen wurde 1904 im Lokal Reinecke. Im Laufe der Zeit wurden für die Proben aber auch Räume in den Häusern der aktiven Mitglieder angemietet. Der dafür zu zahlende monatliche Mietzins wurd immer für ein Jahr verhandelt. Ab 1924 war das Vereinszimmer bei Heinrich Danne. 1926 beträgt der Mietzins für das Zimmer 2,50 RM pro Monat

Preise für die Auftritte
Auch die Preise für die größeren Auftritte wurden in den Generalversammlungen besprochen und festgelegt. So ist aus dem Jahre 1910 überliefert, dass für den Auftritt zum Kaisergeburtstag mit Ausmarsch und Konzert 30 RM verlangt wurden.

Neuaufnahme von Mitgliedern
Am Ende jeder Generalversammlung wurde über die Neuaufnahme weiterer Musiker abgestimmt. Diese mussten Ihren Beitritt gegenzeichnen und wenn möglich das Eintrittsgeld sofort beim Kassierer zahlen.

1910 - Von links: Georg Flottmeyer, Kaup, Wilhelm Meier, Johannes Kemper, Heinrich Danne, Bernhard Flottmeyer, August Kamp, Franz Meier, Josef Meier.
Sitzend: Wilhelm Ester, Wilhelm Feldmann

Der 1. Weltkrieg (1914 - 1917) und seine Auswirkungen in den Folgejahren lähmten die musikalischen Aktivitäten. Ein noch erhaltenes Protokoll der Vorstandsitzung aus dem Jahr 1923 lässt aber darauf schließen, dass sich die Musiker nach dem Krieg schnell wieder zusammengefunden hatten.

Ab 1926 wurde beim Sterbefall von Mitgliedern und auch ihren Frauen die Trauermusik durchgeführt. Für die notwendige Anschaffung von Vereinsinstrument stellten die Musiker 1927 eigene Geldmittel zur Verfügung, da die Vereinskasse dieses nicht mehr hergab.

1930 - 1949

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten schien zunächst keinen Einfluss auf den Musikverein zu haben. In einen Protokoll von 1935 finden sich keine Hinweise auf die laufende Gleichschaltung im "Reichsverband für Volksmusik". Noch ging im Verein alles seinen gewohnten Gang.

Leider blieb es nicht so. Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 wurden auch viele Musiker eingezogen. 1939 umfasste der Musikverein, wie aus einer Abrechnung des Reichsverbands für Volksmusik hervorgeht, nur noch 8 Mitglieder.

Nach Kriegsende1945 fanden sich die Musiker im Ort nach und nach wieder zusammen. Ab 1946 fand sonntags bereits wieder ein regelmäßiges Zusammenspiel statt.1950 spielten die Musiker schon wieder beim Brenkener Karnevalsumzug mit.

1950 - 1959

1950 hielt das Protokoll der Generalversammlung folgende Beschlüsse in altbekannter Tagesordnung fest:

  • Zum Notenwart wird Franz Meier bestimmt
  • Heinrich Danne wird zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt
  • Das Vereinszimmer ist bei Wilhelm Meier
  • Die Strafe für versäumte Proben beträgt 0,80 DM
  • Neue Mitglieder werden aufgenommen
  • Für den neuen Schlagzeuger Bernhard Siedhoff wird eine regelmäßige Schlagzeugprobe festgelegt.

Ab 1950 spielten die Musiker regelmäßig bei den Brenkenern Karnevalsumzügen mit.

1950
Karneval Brenken - Quelle: Josef Hardes, Brenken

1951 veranstaltete der Musikverein den "Tanz in den Mai" in eigener Regie. Der dazu erforderliche "Lustbarkeitserlaubnisschein" wurde beantragt und bewilligt.

Mit der Wahl von Franz Meier zum 1. Vorsitzenden, von Johannes Kemper zum Ehrenvorsitzenden und von Johannes Kamp zum Dirigenten sowie durch die Neuaufnahme von weitern jungen Musikern wurde bei der Generalversammlung 1952 ein Generationswechsel im Verein vollzogen.

1952
Blasmusik - Von links stehend:  Johannes Kemper, Bernhard Siedhoff, Konrad Kemper, Franz Meier, Wilhelm Meier II, Wilhelm Meier I , Wilhelm Meier sen., Bernhard Meier, Johannes Kamp, Wilhelm Haneke, Bernhard Finke, Wilhelm Finke, Josef Flottmeyer, Fritz Ossenbrink, Johannes Kamp, Herman Haneke.
Spielmannzug - kniend von links: Wilhelm Finger, Franz Schüth, Anton Grewe, Heinrich Finke (verdeckt) Franz Münstermann, Kasper Münstermann, Heinrich Schüth.

1955
Johannes Kemper

In diesem Jahr schafften sich die Musiker auch ihre ersten Uniformen an. Es wurde Stoff gekauf, blau eingefärbt und Ferdinand Ossenbrink schneiderte daraus die Jacken. Schwalbennester, Schimmütze und weisses Koppel vervollständigten das Bild. Dazu wurde eine weisse Hose getragen.

1955
Karneval Brenken - Quelle Josef Hardes Brenken

Das 1. Saxophon in der Vereingeschichte wurde gekauft. Ab 1956 übernahm Bernhard Meier die musikalische Leitung des Vereins

In den Folgejahren kamen immer mehr Engagements zu Schützenfesten auf die Musiker zu: 1957 Drewer, 1959 Alfen, 1961 Lippstadt, 1961 Harth, 1963 Wewelsburg ...etc.

Zahlreiche Auftritte bei Prozessionen, Ausmärschen, Karnevalsumzügen und Tanzveranstaltungen machten die Musikkapelle jetzt auch über die Grenzen des Heimatortes bekannt. Die Musiker erweiterten ihre musikalische Ausrichtung, nun wurden auch vermehrt Tanzveranstaltungen in spezieller Tanzbesetzung gespielt.

1960 - 1969

1960 wurden die Musiker erstmalig als Festkapelle für Marsch- und Tanzmusik zum Schützenfest in Ahden für 3 Tage engagiert.

In den 60er Jahren stand die Marsch- und Tanzmusik bei den Schützenfesten der näheren Umgebung im Vordergrund der musikalischen Tätigkeit. Manchmal überschnitten sich die Termine derart unglücklich, dass sich die ohnehin nicht so mannstarke Kapelle auch noch aufteilen musste.

1961 - Von links: Willhelm Haneke, Wilhelm Meier I, Konrad Kemper, Franz Meier, Bernhard Siedhof, Heinrich Steinkemper, Bernhard Siedhoff, Josef Flottmeier, Bernhard Finke, Wilhelm Finke, Johannes Kamp, Hermann Haneke, Franz Kloppenburg (Etteln), Wilhelm Meier II, Heinrich Dönni

Die im Jahr 1952 angeschafften Uniformen wurden zwischenzeitlich erneuert, da die blauen Jacken bei Feuchtigkeit abfärbten. Man trug nun eine graue Uniformjacke mit Schwalbennestern sowie eine Schirmmütze mit weißem Überzieher.

Aber nicht nur Schützenfeste wurden gespielt. Auch das Vereinsleben kam nicht zu kurz. Zahlreiche gemeinsame Ausflüge mit Freundinnen oder Frauen schweißten die Musiker zu einer Gemeinschaft zusammen.

Für die Tanzmusik bei Polterabenden / Hochzeiten usw. wurde ein kleine Besetzung ins Leben gerufen.

Von Links: Franz Meier, Wilhelm Finke, Bernhard Siedhoff, Wilhelm Meier II 

 

 Tankzkapelle in den 1960er Jahren  Quelle: Film  Brenken im Almental

1962
Schützenfest Brenken - Quelle Josef Hardes Brenken

1963
Schützenfest Niederntudorf 1963 - Quelle: Tudorfer Kabel Fernsehen

 

1964 - Von links: Willhelm Haneke, Wilhelm Meier II, Konrad Kemper, Heinrich Steinkemper, Alfred Petrick, Wilhelm Meier I, Bernhard Siedhoff, Franz Meier, Bernhard Meier, Wilhelm Finke, Josef Flottmeyer, Bernhard Finke, Johannes Kamp, Herman Haneke, Heinrich Dönni, Erhard Lüttig

Schützenfest Tudorf 196? - Quelle: Tudorfer Kabel Fernsehen

1970 - 1989

Erst Anfang der 70er Jahre begann wieder die Ausbildung von Nachwuchsmusikern. Die Resonanz war verhalten und viele der mühsam neu geworbenen Nachwuchsmusiker hörten nach kurzer Zeit wieder auf. Immer wieder musste in dieser Zeit die Werbetrommel von Neuem gerührt werden. Anfang der 80er Jahre erreichte der Verein dann jedoch eine in der Vereinsgeschichte noch nie da gewesenen Anzahl an aktiven Musikern

1981 - Hintere Reihe von links: Wolfgang Menn, Wigbert Dönni, Heinrich Dönni , Josef Flottmeyer, Wilhelm Meier II,  Jürgen Schulte, Wilhelm Finke
Mittlere Reihe von links: Heinrich Steinkemper, Hermannn Haneke, Richard Hilleke, Hans Wilhelm Meier,  Erhard Lüttig,Rolf Schmidt, Wolfgang Schrewe,
Norbert Berlage, Reinhard Haneke, Raimund Wippermann, Hans-Wilhelm Schrewe
Vordere Reihe von links: Wilhelm Meier I, Franz Meier, Konrad Kemper, Bernhard Siedhoff, Karl Lottmann, Bernhard Meier, Bernhard Finke, Wilhelm Schrewe, Anton Huck

 

Sogar eine neue Tanzband die "Happy Harmony" wurde in dieser Zeit von den Nachwuchsmusikern gegründet

Von links:  Hans-Wilhelm Meier, Jürgen Schulte,Wolfgang Menn, Reinhard Haneke
Michael Schulte, Wigbert Dönni 

Nach dem Tod von Franz Meier 1987 übernahm Konrad Kemper 1988 den Vorsitz im Verein. Er vollzog den lange hinausgeschobenen Schritt zum eingetragenen Verein und ersetzte die seit 1904 gültigen Statuten durch eine neue Satzung, die auch den Anforderungen zur Anerkennung als gemeinnütziger Verein erfüllte. Darüber hinaus trat der Verein 1988 dem Volksmusikerbund bei.

Durch die zahlreichen Verpflichtungen zu den Schützenfesten in anderen Orten bedingt reduzierte sich die musikalische Präsenz des Vereins in Brenken selbst im Laufe der Zeit nur noch auf einige wenige kleinere Auftritte. Daher beschlossen die Musiker 1990 ein großes Konzert in Brenken auszurichten. Unter der musikalischen Leitung von Jochen Haneke und in Gemeinschaft mit dem Männergesangverein wurde nun das erste Osterkonzert in der Almehalle gegeben.

 

Die gute Resonanz in der Bevölkerung veranlasste die Musiker, das Konzert fest in den Terminkalender einzubauen.

 

1990 - 1999

Im Jahr 1990 konnte der Verein Jochen Haneke als Probenleiter und Dirigent für dasjährlich stattfindende Konzert gewinnen. Bedingt durch sein musikalisches Können und durch seine kontinuierlichen Arbeit in den Vorbereitungen für die Konzerte stieg in den darauffolgenden Jahren das musikalische Niveau an. Dieses zeigte sich nicht nur bei den Konzerten sondern auch bei den anderen Auftritten des Vereins.

Am 19.9.1991 unternahm der Musikverein, in der Fortsetzung seiner gesellschaftlichen Aktivitäten, einen 4-tägiger Ausflug nach Rauris in Österreich. Nach fast 10-stündiger Busfahrt in einem nagelneuen Doppeldeckerbus, mit vorhandener jedoch geschlossener Toilette, waren die Blasen einiger Fahrgäste kurz vor dem Ziel derart angespannt, dass mit der Notöffnung der Bustürengedroht wurde, wenn nicht sofort angehalten werde. Letzteres stellte sich jedoch auf den engen Alpenstrassen als nicht ganz unproblematisch heraus. Nach Ankunft in Rauris gaben die Musikerein Konzert vor dem Hotel Sonnenhof.

Im Dezember fand traditionell die Nikolausfeier statt, in dessem Verlauf der Heilige Nikolaus über die guten und die Missetaten der Musiker im abgelaufenen Jahr berichtete und letztere durch seinen Knecht Ruprecht auch sofort ahnden ließ.

1992 verzeichnete das Mitgliederregister Verein 33 Aktive und 150 PassiveMitglieder. Im Zuge einer erneuten Werbeaktion für Nachwuchsmusiker verteilte der Verein Informationsblätter an alle Brenkener Haushalte.

1992 verzeichnete das Mitgliederregister Verein 33 Aktive und 150 PassiveMitglieder. Im Zuge einer erneuten Werbeaktion für Nachwuchsmusiker verteilte der Verein Informationsblätter an alle Brenkener Haushalte.

Musiker im Jahre 1993 jeweils von links

obere Reihe: Georg Ahlers,  Jürgen Sprenger, Raimund Wippermann,.Frank Haneke, Dietmar Ahlers, Rolf Schmidt, Wilhelm Haneke, Erhard Lüttig, Hans-Wilhelm Meier, ???, Wilhelm Meier II, Brigitte Kemper
mittlere Reihe: Reinherd Haneke, Barbara Lüke, Barbara Kemper, Wilhelm Meier I, Wolfgang Menn, Thomas Müller, Dirk Kemper, Martin Müller, Heinrich Steinkemper, Hermann haneke, Wilhelm Finke
untere Reihe: Jochen Haneke, Hubert Schmidt, Michael Schulte, Andreas Rüberg, Richard Hilleke, Konrad Kemper, Reinhold Nübel, Bernhard Finke, Roland Döscher, Anton Huck

1993 beschloss die Mitgliederversammlung Bernhard Meier zum Ehrenkapellmeister sowie Bernhard Siehoff und Johannes Kamp zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Bei gleicher Gelegenheit wurde dem Antrag auf Anschaffung von Kesselpauken zur Komplettierung des Schlagwerkregisters stattgegeben.

Der Terminkalender des Jahres1993 war wie in den Jahren zuvor wieder prall gefüllt und sah 24 öffentliche Auftritte vor.

DATUM TAG VERANSTALTUNG
16.01.93 Sa Schützenball in Niederntudorf
24.01.93 So Kutschenausstellung Fahrverein Büren
31.01.93 So
 
Sportlerehrung Kreissportbund in Brenken
12.02.93 Fr Generalversammlung Musikverein Almehalle
21.02.93 So Karnevalsumzug in Scharmede
13.03.93 Sa Generalversammlung Volksmusikerbund in Brenken
12.04. 93 Mo Osterkonzert
02.05.93 So Kreismusikfest in Fürstenberg
08.05.93 Sa Kriegerfest in Brenken
20.05.93 Do ChristiHimmelfahrt. Prozesscn anschliessend Beule
29.- 31.5.93 Sa.So. Mo Schützenrest in Völlinghausen
05. - 07.06.93 Sa.So.Mo Schützenfest in Brenken
10. 06. 93 Do Fronleichnam Prozession Brenken
20—21.06.93 So.Mo Schützenfest in Siddinghausen
26.—28. 06.93 Sa. So. Mo Schützenest in Wünnenberg
10.—12.07.93 Sa.So.Mo Schützenfest in Wewelsburg
07.08.93 Sa Vogelschießen in Niederntudorf
14.08. 93 Sa Dorfabend in Brenken
21.—23.08.93 Sa.So.Mo Schützenfest in Niederntudorf
04.—05.09.93 Sa.So Kreisschützenfest in Siddinghausen
12.09.93 So Kirmesprozession Brenken
25.09.93 Sa Schützenball in Wünnenberg
02.10.93 Sa Schützenball Wewelsburg
09.10.93 Sa Schützenball Brenken
23.10.93 Sa Stadtmusikfest in Brenken
13.11.1993 Sa Martinszug und Volkstrauertag in Brenken

Am 7. Mai1994 feierten der Spielmannszug seinen 80-jährigen und der Musikverein seinen 90-jährigen Geburtstag gemeinsam. Aus diesem Anlass wurde das Kreismusikerfest des Volksmusikerbundes Paderborn in Brenken ausgerichtet. Neben diesem musikalischen Großereignis ging die auf der Mitgliederversammlung beschlossene Beitragserhöhung von 12 auf 15 DM unter.

Bild: Jubiläum 1994 zusammen mit dem Spielmannszug

Die unter der Leitung von Dirk Kemper probenden Nachwuchsmusiker traten 1995 bei der Prozession zu Christi Himmelfahrt erstmalig in der Öffentlichkeit auf.

Alters- oder krankheitsbedingt beendeten immer mehr Musiker ihre Teilnahme an den öffentlichen Auftritten des Vereins. Die entstandenen Lücken konnten durch die vorhandenen Nachwuchsmusiker nicht geschlossen werden. Mit dieser Situation konfrontiert trafen die verbliebenen Musiker 1997 eine der wichtigsten Entscheidungen in der Geschichte des Musikvereins. Sie beschlossen die Ausbildung von Nachwuchsmusikern von nun an als eine Kernaufgabe des Musikvereins anzusehen und eine systematische und qualifizierte Ausbildung durchzuführen. Hierfür sollten kurzfristig alle verfügbaren Mittel und langfristig ca. 20 % der Jahreseinkünfte des Vereins verwendet werden.

In der Folge wurde die "Rekrutierung" in Brenken dadurch intensiviert, dass auch in der Brenkener Grundschule für das Erlernen eines Instruments geworben wurde. Für den Fall, dass sich nicht genügend Kinder meldeten, sollten die Werbeaktionen auch auf die Nachbarorte Ahden und Büren ausgeweitet werden.

Der Verein traf Vereinbarungen mit der Kreismusikschule und schloss Verträge mit qualifizierten Ausbildern zur Erteilung von Instrumentalunterricht ab. Mit den Eltern der interessierten Kinder wurden Ausbildungsvereinbarungen getroffen in denen sich der Verein u.a. dazu bereit erklärt ca. die Hälfte der Ausbildungskosten über einen Zeitraum von maximal 3 Jahren zu übernehmen.

Die für die Ausbildung erforderlichen Instrumente wurden besorgt. Die finanziellen Aufwendungen dafür waren enorm. Durch Spenden des Freiherrn von und zu Brenken, des Schützenvereins und durch Zuschüsse der Stadt Büren konnte auch diese Hürde genommen werden. Nichtsdestoweniger war die Kassenlage in dieser Zeit alles andere als rosig.

Als Ergebnis dieser Anstrengungen verzeichnete der Verein im Jahre 1998 ca. 20 Neuanmeldungen. Jeder Nachwuchsmusiker war mit einem Instrumente versorgt und wurde im Einzel- bzw. im Gruppenunterricht am Instrument ausgebildet. Bei einem Informationsabend wurden die Eltern der Nachwuchsmusiker über den weiteren / geplanten Verlauf der Ausbildung informiert. Frank Haneke unterstützte ab jetzt den Jugendwart Dirk Kemper bei der Probenarbeit mit den Nachwuchsmusikern.

Anlässlich des 95 jährigen Bestehens des Musikvereins wird am 18.9.1999 ein Kommersabend mit Tanz und gemütlichem Beisammensein in der Almehalle durchgeführt.

Nach 9 Jahren Osterkonzert gab der Musikverein am ersten Adventswochenende 1999 in alleiniger Regie sein erstes Adventskonzert in der festlich geschmückten Almehalle. Das Konzert fand ohne Beteiligung des Männergesangsvereins statt, da dessen Mitglieder ihr Konzert weiterhin zur Osterzeit durchführen wollten.

2000 - 2009

Die Trachtenmusikkapelle Rauris lud die Brenkener Musiker vom 9.-12.6.2000 zu ihrem Jubiläumsfest anlässlich ihres 200-jährigen Bestehens ein. Die Musiker folgten der Einladung gern und nahmen Sonntags am Festumzug durch die Gemeinde Rauris teil.

2000 ausmarsch in rauris _1

Eine neue Nachwuchwerbeaktion wurde  für das Jahr 2001 geplant, da zwischenzeitlich einiger der Nachwuchsmusiker aus unterschiedlichen Gründen Ihrer Ausbildung abgebrochen hatten.

Anfang 2001 befinden sich 19 Jugendliche  in der Ausbildung und proben gemeinsam in unter der Leitung von Dirk Kemper und Frank Haneke.  Es wurden jedoch weitere Werbemaßnahmen geplant um einzelnen Register gezielt zu besetzen zu können. Im Sommer wurde ein Gruppenfoto mit allen Nachwuchsmusikern vor dem Schloss Erpernburg  aufgenommen.

Aktive Musiker 2001
Vordere Reihe links: Dirk Kemper. Holger Herbst, Andreas Rüberg, Hubert Schmidt, Konrad Kemper, Christoph Brüggemann, Christoph Lüke, Matthias Kaup, Nadine Vandevenne, Bastian Schulte, Reinhold Schlun, Michael Schulte, Jochen Haneke
Mitte von links: Dietmar Ahlers, Hans-Gerd Jobi, Nicole Bielemeier, Bernhard Finke, David Hillebrand, Christian Finke, Barbara Sprenger, Rainer Bartscher, Sandra Schüth, Sebastian Heerde
Linke Treppe von links: Ewald Finke, Jürgen Sprenger, Rolf Schmidt, Erhard Lüttig, Brigitte Henneke, Hans-Wilhelm Meier, Philipp Wippermann
Rechte Treppe von links: Reinhard Haneke, Anton Huck, Georg Ahlers, Wilhelm Finke, Wilhelm Meier, Wilhelm Haneke, Frank Haneke, Sven Schmidt, Dennis Schmidt
Podest von links: Lena Plöger, Tobias, Sabrina Brand, Stefan Paul, Inke Schmidt, Felix Niggemann, Jens Herbst, Barbara Kemper, Nicole Paul

Um den Leistungsstand objektiv zu beurteilen wurde beschlossen, dass die Nachwuchsmusiker an den Leistungsprüfungen und den entsprechenden vorbereitenden Lehrgängen des Volksmusikerbundes teilnehmen sollen. Die Mitgliederversammlung legt den  Jahresbeitrag nach der Einführung des EURO auf 10 € pro Jahr fest.

Die seit 1970 für die Proben genutzte Küche der Almehalle wurde den steigenden Anforderungen an Platz und vor allem an Verfügbarkeit nicht mehr gerecht. Der Vorstand begann 2001 mit den Planungen für den  Bau eines eigenen  Probenheims für den Musikverein, nachdem man 2 Jahre lang in Brenken erfolglos  nach einer geeigneten Alternative für die Küche In der Almenhalle gesucht hatte. Im Diskussion standen u.a. die Nutzung der ehemaligen Hausmeisterwohnung in der Schule sowie ein Anbau an der Almehalle.

Im Dezember 2001 stimmte Rat der Stadt  Büren dem Bau auf dem städtischen Grundstück am Terrassenweg neben dem Vereinsheim des Sportvereins zu. Zuvor waren die grundlegenden Planungen dazu durch das städtische Bauamt vorgenommen worden. Im Ort gab es Einwände gegen den Standort, da man befürchtete, dass ein weiteres Fetenheim am Sportplatz gebaut würde und dadurch eine zusätzliche Lärmbelästigung entstünde. Dieser Einwand  wurde aber letztendlich auch durch die Offenlegung der Baupläne entkräftet. Nun war der Verein gefragt ein Finanzierungskonzept aufzustellen, damit das Vorhaben auch angegangen werden konnte. Nachdem dieses auf der Basis von Einkünften des Vereins, einem Zuschuss der Stadt Büren, einem AFA-Darlehen einer Brauerei, sowie von  Spenden und Sachleistungen erstellt war, wurde das Probenheim im Laufe des Jahres 2002, vor allem mit sehr viel Eigenleistung  der passiven Mitglieder des Vereins errichtet. Letzteres war der entscheidende Grund, dass kein Kredit für den Bau des Probenheims aufgenommen werden musste.

Jochen Haneke konnte aus beruflichen Gründen die Probenarbeit für die jährlich stattfindenden Adventskonzerte nicht mehr durchführen. Die Musiker beschlossen fortan mit Paul Krywyszyn als Dirigenten zusammenzuarbeiten. Paul sollte nicht nur die Proben zum Konzert leiten sondern auch an den musikalischen Auftritten des Vereins teilnehmen. Nachdem aber in der Folgezeit zwischen dem neuen Dirigenten und einigen Musiker Probleme auftraten, trennte man sich Anfang 2003 wieder voneinander. Jochen Haneke wurde gebeten wieder die Leitung für die Proben zum Adventskonzert zu übernehmen, nach einiger Bedenkzeit willigte er ein.

Alle Nachwuchsmusiker, die Ende 2002 am D1 Lehrgang erfolgreich teilgenommen hatten, durften ab jetzt bei allen Auftritten mitspielen. 23 Neuanmeldungen in 2003 sorgten dafür, dass weitere qualifizierten Ausbilder gesucht und verpflichtet werden mussten.

Die Belastungen durch die  Nachwuchsarbeit ,den  Probenheimbau und den Dirigentenwechsel neben den angenommen musikalischen Verpflichtungen des Vereins führte zu einer mangelhafte Teilnahme der Musiker bei den Auftritten und bei den Proben. Immer mehr Musiker meldeten sich erst kurz vor den Veranstaltungen oder schlimmstenfalls  gar nicht ab.

Bereits seit einigen Jahren hatte der erste Vorsitzende die Musiker immer wieder dazu aufgefordert sich mehr an den Proben und an den Auftritten zu beteiligen, aber jetzt stellt er offen die Frage, ob er noch guten Gewissens Fest annehmen könne. Nach vielen internen, teilweise auch emotionsgeladenen, Diskussionen wurde beschlossen, die zeitlichen Belastungen der Musiker durch die Einführung einer Sommerpause in den großen Ferien und durch Absage von Veranstaltungen zu reduzieren. Anstatt Strafgelder für die Nichtteilnahme an Proben einzuführen einigte man sich darauf diejenigen zu belohnen, die regelmäßig zu dem Proben kommem.

Am 18 Januar 2004 trauerten die Mitglieder des Musikvereins um Ihren langjährigen Kapellmeister Bernhard Meier der im Alter von 73 Jahren verstarb.

Nach intensiver Planung feierten die Musiker am 8. und 9. Mai 2004 zwei Tage lang mit vielen Gästen und eingeladenen Vereinen Ihren 100 Geburtstag. Hierzu wurde ein abwechslungsreiches Programm aufgestellt. Neben zahlreichen Blaskapellen und Spielmannszügen nahm auch die Musikkapelle aus Rauris in am Jubiläum teil. Der Aussteller hatte das Thema des Festes anders verstanden und im Ort und Umgebung eigene Werbeplakate aufgehängt,  auf denen er auch die vor kurzem eingeführte "Neue Deutsche Rechtschreibung" beachtete. Die Schilder hingen jedoch nur wenige Stunden, bis sie durch die Musiker wieder eingesammelt wurden.

2004 jubilaeum kombiplakat

Anlässlich des Jubiläums erstellte der Verein eine Festschrift und ließ das Musikerfest professionell filmen.  Das entstandene Video konnte nach dem Jubiläum von allen Interessierten als DVD erworben werden

 

Am 16. Mai 2004  wurde dem Musikverein in einem feierlichen Festakt in Essen die PRO MUSICA-Plakette des Bundespräsidenten durch den Minister für Städtebau  und Wohnen, Kultur und Sport  Dr. Michael Vesper für die über einen Zeitraum von 100 Jahren erbrachten Verdienste um die Pflege der Musik verliehen.

 

In 2004 spielten die Musiker nach langer Pause wieder auf dem Schützenfest in Harth als Festkapelle. Das Schützenfest in Völlinghausen wich hierfür aus dem Veranstaltungskalender. Das Internet wurde für die Vorstellung des Musikvereins genutzt. Holger Herbst gestaltete hierfür die erste Hompage.

Erster Internetauftritt des Musikvereins

Nach insgesamt  17 Jahren Vorstandsarbeit stellte sich Reinhard Haneke 2005 aus persönlichen  Gründen für eine Wiederwahl als 1. Vorsitzender nicht mehr  zu Verfügung. Die  Mitgliederversammlung  wählte Hans-Wilhelm Meier zum 1. Vorsitzenden, Jürgen Sprenger zum 2. Versitzender und Wolfgang Menn zum Geschäftsführer.

Der neue Vorstand sah seine Hauptaufgabe zunächst darin die Nachwuchsmusiker in den Verein zu integrieren. Sie sollten auf keinen Fall „in der Ecke stehen gelassen“ werden sondern sich auch mit dem Verein identifizieren können. Hierzu wurden auch eigenen Veranstaltungen  wie z.B:  ein Ausflug nach Fort Fun durchgeführt.  Auch wollte der neue Vorstand darauf achten, dass das Benehmen der Jungmusiker bei den Auftritten besser wird.

Die Spielfähigkeit der „Beerdigungskapelle“,  bestehend aus den sich im Ruhestand befindlichen Musikern war nicht mehr gegeben. Nach Absprach wird die Teilnahme an Beerdigungen für die verstorbenen Mitglieder der Soldatenkameradschaft eingestellt.

Dietmar Ahlers hatte es  Hans-Wilhlem Meier nachgemacht und im Jahr 2004 beim Schützenfest den Vogel angeschossen. Zusammen mit seiner Frau Diana als Königin und vielen Musikern im Hofstaat feierte er in 2005 das Schützenfest in Brenken.

In 2006 wurde unter der Regie von Wolfgang Menn erstmalig  ein E-Lehrgang als Vorbereitung für die D1 Prüfung des Volksmusikerbundes durchgeführt . 12 Nachwuchsmusiker bestanden den daran anschliessenden D1 Lehrgang erfolgreich

Um den neuen Aufgaben und den geänderten Belangen des Musikvereins besser gerecht zu werden, erarbeitete der amtierende Vorstand 2007 eine Satzungsänderung mit dem Ziel die Vorstandsaufgaben auf mehrere Personen zu verteilen und diese den Musikern gegenüber transparenter zu machen. Hierzu erweiterten Sie den geschäftsführenden Vorstand um den Posten eines Kassierers und  führten zwei Beisitzer in den erweiterten Vorstand ein.

Bei dieser Gelegenheit erhöhten sie die Amtszeit der Vorstandsmitglieder von 3 auf 4 Jahre und legten den Wahlturnus so fest, dass alle 2 Jahre nur die Hälfte des Vorstands gewählt werden mussten. Nachdem alle Vereinsmitglieder im Vorfeld der Mitgliederversammlung schriftlich über die Veränderungen informiert wurden, verabschiedete  die Mitgliederversammlung 2008 die Änderungen.  Der amtierende Vorstand wurde bestätigt und die neu eingeführten Vorstandspositionen besetzt.  Hierbei wurde Nicole Paul einstimmig als Kassiererin in den geschäftsführenden Vorstand gewählt.

Ausschnitt aus der Satzung von 2008

2010 - heute

In der Mitgliederversammlung 2010 wurde Hans Wilhelm Meier wieder zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Er erklärte sich unter der Voraussetzung zur Wiederwahl bereit, dass nach 2 Jahren jemand anders den Vorsitz übernähme.

Am 21.2.2010 verstarb Wilhelm Meier (Niederburgstraße).  Die Musiker vermissten ihr langjähriges aktives  Mitglied, ihren "Vergügungsminister"und ihren treuesten Fan, der selbst im Ruhestand noch zu vielen ihrer Auftritte als Zuhörer anreiste.

Die Fluktuation bei den Nachwuchmusikern war in den vergangenen Jahren relativ hoch. Die permanenten Einarbeitungszyklen ließen wenig Zeit für musikalisches Feintuning. Die Musiker schafften es jedoch das erreicht Niveau weitestgehend zu halten und  nach wie vor musikalisch anspruchsvolle Adventskonzerte zu geben.

 Am 30. April 2011 stellten die Musiker erstmalig,  zusammen mit dem Schalke Fanclub "Almebuben" den Maibaum in Brenken auf.

Der Internetauftritt des Musikvereins war im Jahr 2011 durch Wolfgang Menn überarbeitet worden und zählte seit seiner Einrichtung im Jahre 2004 über 50.000 Besucher.

 

Nach den einschneidenenden Veränderungen in den vergangenen Jahren konnte sich der Verein jetzt wieder intensiver auf seinem eigentlichen Zweck, dem "Musikmachen" konzentrieren.

Jürgen Sprenger, der bereits seit einigen Jahren die musikalische Leitung des  Vereins außerhalb der Konzertproben übernommen hatte, richtete die Musik des Vereins auf die vier Bereiche klassische Marschmusik, kirchlich festliche Musik, konzertante Blasmusik und Tanz / Stimmungsmusik aus. Er führte unter vielen anderen Dingen ein, den Zapfenstreich nicht mehr von einem sondern von mehreren Trompetern spielen zu lassen.

zapfenstreich_brenken

Bei den Prozessionen war er im Jahr 2008 mit einem „Luxusproblem“ konfrontiert. Es nahmen so  viele Musiker teil, dass die Musiker in den  hinteren Reihen nicht mehr hören konnten, was vorne gespielt wurde und die Musik bei vielen Chorälen nicht mehr im Takt war.

2009 war die Integration der meisten Nachwuchsmusiker endlich gelungen. Nach einer neu angestoßenen  Werbeaktion melden sich 16 weitere Kinder und Jugendliche für eine Ausbildung an.

Nachdem der  geselliger Teil des Vereinslebens in  2008 zu kurz gekommen war, fand die  2009 durchgeführte Erlebnistour an der Diemel mit Fahrradfahren, Bogenschiessen und Kanufahren bei allen Teilnehmer hervorragenden Anklang.

Auf Antrag des neuen Vorsitzenden bestimmten die Mitglieder  Hans Wilhlem Meier, als Anerkennung für seine über 30-jährige Vorstandsarbeit, zum Ehrenvorsitzenden.

Die aktiven Musiker beschlossen das Schützenfest in Wewelsburg nicht mehr anzunehmen und beendeten damit eine einzigartige Serie von 50 Verpflichtungen in Folge seit dem Jahr 1963. 

Großen Applaus des Publikums gab es beim Adventskonzert 2012, welches nicht nur nach der Meinung der Musiker zu den besten Konzerten gehörte, die der Musikverein bisher gegeben hatte.

 Programm Adventskonzert 2012

Wie schon im Jahr zuvor spielte das unter dem Namen "U-20" neu zusammengestellte Nachwuchsorchester bei Altennachmittag des Schützenvereins auf.

 

Auch beim "Anradeln" des Verkehrvereins zu Christi Himmelfahrt konnte das U20-Orchester unter der musikalischen Leitung von Christoph Lüke überzeugen.

Die zweijährige Amtsperiode, die sich Hans-Wilhlem Meier  bei seiner Wahl zum 1. Vorsitzenden ausbedungen hatte, ging 2012 dem Ende entgegen.  Die Musiker waren sich einig, dass jetzt die Zeit gekommen war auch im Vorstand des Vereins eine Verjüngung vorzunehmen. Die Suche nach einem Nachfolger für den Vereinsvorsitz gestaltete sich jedoch schwieriger als angenommen.

In der Mitgliederversammlung im Februare 2012 wurde Wolfgang Menn zum 1. Vorsitzenden, Henrik Stieren zum 2. Vorsitzenden und Sandra Schüth zur Geschäftsführerin gewählt. Nicole Paul komplettierte als Kassiererin den geschäftsführenden Vorstand.

Vorstand 2012 von links:  Jan Stieren, Tobias Michels, Henrik Stieren, Andreas Rüberg, Wolfgang Menn, Christoph Lüke, Sandra Schüth,Dirk Kemper (nicht im Bild Nicole Paul) 

2013

14 Nachwuchsmusiker / innen wurden in diesem Jahre in das „große“ Orchester aufgenommen. Das führte dazu, dass die Marsch und Konzertmusik mit weit mehr als 40 Musikern dargebracht werden konnte . Beim alljährlichen Adventskonzert, welches erstmals mit Josef Kluthe als Moderator durchgeführt wurde waren sogar über 50 Musiker auf der Bühne zu sehen und zu hören.

Bild: Gruppe 2013

Immer mehr „altgediente und erfahrene“ aktive Musiker zogen sich ab 2013 aus der Tanzbesetzung zurück und reduzierten auch Aktivitäten bei den sonstigen Auftritten des Vereins. Dieses führte dazu, dass in der Tanzmusikbesetzung von 16 Personen nur noch 3 über 30 Jahre, der Rest unter 30 Jahre, viele davon sogar noch unter 20 Jahre waren. Unter anderem auch dadurch bedingt gab es Spannungen im Verein. Bei einer Aussprache wurde festgelegt, dass sich die Musiker bei der Besetzung der Tanzmusik mehr abgewechseln sollten, um die Belastung auf mehrer Schultern zu verteilen. 

Als Novum traten in diesem Jahr die älteren aktiven Musiker in einer kleinen Besetzung beim Seniorennachmittag sowie beim Jungschützenvogelschiessen des Schützenvereins  auf. 

Bild

2014

Entsprechend  den Vereinbarungen des vorhergehende Jahres wurden zu Beginn des Jahres kontinuierlich  Tanzmusikproben unter der Leitung von Jan Stieren durchgeführt.

Neuwahlen standen bei der Generalversammlung im Februar 2014 auf dem Programm. Hierbei wurde Wolfgang Menn als 1. Vorsitzender bestätigt,  Frank Haneke zum 2. Vorsitzenden und Hanna Rüberg zur Kassiererin gewählt. Im erweiterten Vorstand wurde Jan Stieren zum Jugendwart, Daniel Hölscher zum Notenwart und Hannah Stieren zur Beisitzerin gewählt.

Wilhelm Finke, inzwischen 80 jährig, erhielt für seine ehrenamtliche Tätigleit als Organist in der Pfarrgemeinde Ahden das Ehrenkreuz »Pro Ecclesia et Pontifice«. Dem Musikverrein war es eine Ehre den Gottesdiesnt in der Ahdener Kirche mitzugestalten.

In 2013 zeichnete es sich ab, dass nicht mehr genügend Musiker zum Spielen bei Beerdigungen von Vereinsmitgliedern zur Vefügung standen, Die längeren Unterrichtszeiten an den Schulen, sowie die Tatsache, dass alle aktiven Musiker ihrer Arbeits- / Ausbildungsstellen ausserhalb Brenkens hatten forderte Tribut. Es wurde beschlossen, dass jährlich ein Gottesdienst zum Gedenken an die verstorbene Vereinsmitglieder unter Mitwirkung aller aktiven Musiker abgehalten werden sollte.  

Erstmalig in der Vereinsgeschicht nahm der Musikverein 2014 am Ausmarsch beim Bürgerschützenfest  in Büren teil.